Nico Schlieter: „Das wird noch mal ein hartes Stück Arbeit“

Text: hru/lux Bilder: Stephan Hund, Kehler FV, Pixabay

Nico Schlieter, Spielertrainer des FV Biberach, hat vor dem Aufstiegs-Rückspiel zur Kreisliga A trotz des 3:1-Erfolgs im Hinspiel viel Respekt vor dem Kehler FV II.


Routinier Andreas Matt (l.), hier im Laufduell mit dem Kehler Amara M’Bappe Camara, will die gute Ausgangsposition mit dem FV Biberach im Rückspiel am Sonntag nutzen. © Stephan Hund

Auch wenn sich der FV Biberach, Vizemeister der Kreisliga B/III, durch den 3:1-Erfolg im Aufstiegs-Hinspiel beim Staffel-I-Zweiten Kehler FV II eine sehr gute Ausgangsposition erspielt hat, will FVB-Spielertrainer Nico Schlieter vor den Rückspiel am Sonntag (15 Uhr) den Sekt noch nicht kaltstellen.

„Es geht bei null los“

„Wir haben den Vorteil aus dem Hinspiel, aber im Fußball kann es ganz schnell gehen. Es geht für uns noch mal bei null los, wir müssen noch mal 90 Minuten alles reinhauen“, warnt der langjährige Ober- und Verbandsligaakteur des Offenburger FV und SV Linx davor, die Gäste aus der Grenzstadt vor dem zweiten Aufeinandertreffen auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die Jungs aus Kehl haben richtig viel Qualität, das hat man im Hinspiel gesehen“, verweist Schlieter auf die starke erste Hälfte der KFV-Reserve, die in der Anfangsphase mächtig Druck machte und nach dem 0:1-Rückstand vor der Pause verdientermaßen zum 1:1-Ausgleich kam: „In Halbzeit eins war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem die spielstarken Kehler sogar etwas mehr Ballbesitz hatten. Unterm Strich waren wir aber etwas zweikampf- und willensstärker und haben am Ende verdient gewonnen.“

Schlieter selbst hatte mit seinen Treffern zum 1:0 und 3:1 großen Anteil am Biberacher Auswärtssieg, zu dem Martin Fester das zwischenzeitliche 2:1 beisteuerte. Schlieter und Fester schraubten ihr Torekonto somit auf jeweils 27 Treffer.

300 bis 400 Fans erwartet

Diese geballte Offensiv­power wollen die Kinzigtäler auch am Sonntag auf den Platz bringen, zumal Schlieter mit lautstarker Unterstützung rechnet. „Wir hatten dank der vielen mitgereisten Fans schon in Kehl gefühlt ein Heimspiel. Am Sonntag werden uns sicher 300 bis 400 Zuschauer nach vorne peitschen“, will der Spielertrainer den Heimvorteil nutzen und freut sich über einen kompletten Kader: „Alle sind fit und heiß auf dieses Finale. Trotzdem wird das für uns noch mal ein hartes Stück Arbeit.“

Der Kehler Spielertrainer Robert Hartfiel ärgerte sich über das 1:3 seiner Mannschaft im Hinspiel: „Wir haben die Partie durch drei unnötige Fehler selbst verloren.“ Abgeschrieben hat der KFV-Coach den Aufstieg aber noch lange nicht: „Wir hatten auch unsere Chancen und deshalb sehe ich für uns noch alle Möglichkeiten. Dementsprechend werden wir uns vorbereiten und alles versuchen, um den Zwei-Tore-Rückstand noch aufzuholen. Ich glaube an unsere junge Truppe und freue mich auf ein Rückspiel am Sonntag, vor dem aus meiner Sicht noch nichts entschieden ist.“

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