Text: Ralf Stoll / Bild: GG Visuals
Der Vorbericht zum Heimspiel gegen den SV Schapbach:
Am Ende brauchte war es die allerletzte Aktion des Spiels, um einen glücklichen Punktgewinn im Derby in Oberkirch zu bejubeln. Dabei hatte die Kehler Rumpftruppe, ohne Etatmäßigen Ersatztorhüter und mit drei A-Junioren auf der Bank, über die gesamte Spieldistanz gesehen diesmal das nötige Glück, dass Oberkirch seine Chancen nicht nutzte, um den Sack vorzeitig mit einem zweiten Treffer zuzumachen.
Die Mannschaft zeigte jedoch Charakter, biss sich durch und kämpfte vorbildlich bis zum Schlusspfiff. Trotz des späten Erfolgserlebnisses, auch weil bei der Mannschaft bis zum Schluss gefightet hat und dem Paltz nicht als Verlierer zu verlassen, dürfen die aktuellen Baustellen nicht verschwiegen werden. Auch in diesem Spiel zogen sich die bereits bekennten Probleme weiter durch das Spiel der Grenzstädter. Nach vorne zu harmlos, während die Defensive weiterhin anfällig bleibt. Hier gilt es in den kommenden Trainingseinheiten anzusetzen.
Am kommenden Spieltag steht dem Kehler FV (14. Platz / 5 Punkte) eine echte Bewährungsprobe bevor, wenn er im heimischen Rheinstadion den SV Schapbach (2. Platz / 13 Punkte) empfängt. Die Gäste aus dem Wolftal knüpfen auch unter dem neuen Trainer Alexander Breunig nahtlos an die Leistungen der vergangenen Saison an und haben sich erneut in der Spitzengruppe der Landesliga festgesetzt.
Nach den zuletzt durchwachsenen Leistungen ist beim KFV eine klare Leistungssteigerung gefordert, um gegen die formstarken Gäste zu punkten. Damit sollen zum einen die Heimbilanz, bisher erst ein Punkt aus drei Spielen, und zum anderen die Bilanz gegen den SV Schapbach verbessert werden, gegen den in einem Ligaspiel noch kein Sieg gelang.
Anstoß im Kehler Rheinstadion ist um 15:30 Uhr.
Durchwachsen fällt auch der Rückblick auf den vergangenen Spieltag von Kehls Trainer Jonas Leopold aus, wobei die Freude über den Punkgewinn überwiegt. „Nach einem ordentlich Start ist es uns nicht gelungen den Führungstreffer trotz guter Chancen zu erzwingen. Fast aus dem nichts fiel dann der Gegentreffer, bei dem Oberkirch von einem Abspielfehler profitierte und blitzschnell zuschlagen konnte. Mit der Führung im Rücken gewann der SVO mehr Selbstvertrauen und die Oberhand im Spiel. Im Vergleich zu den vorherigen Spielen ist es uns dann gelungen, weitere Gegentreffer gemeinsam zu verhindern, allerdings waren Torchancen auch für uns Mangelware. Trotz zum Teil großer Räume ist es uns erneut nicht gelungen, durch tiefe Laufwege Gefahr vor dem gegnerischen Tor zu entwickeln. So hatten wir nach einem Eckball in der Nachspielzeit die erste klare Torchance zum Ausgleich durch einen Kopfball von unserem aufgerückten Torhüter. In der Nachspielzeit bäumte sich die Mannschaft sichtbar auf und nach einer schönen Flanke ans lange Eck gelang unserem U19 Shiloh Mbombe der umjubelte Ausgleich in seinem ersten Einsatz bei den Senioren. In unserer momentanen Situation ist der Punktgewinn zwar zu wenig, aber dennoch enorm wichtig um den Anschluss an die Liga nicht komplett zu verlieren. Dies könnte bei ähnlichen Leistungen in den kommenden Wochen passieren, da wir uns nun mit den Topteams messen werden.“
Jonas Leopod ist sich bewusst, dass es in den beiden kommenden Spiele gegen zwei Top-Teams der Liga geht. „Bevor wir in einer Woche gegen den enorm spielstarken Tabellenführer Offenburger FV spielen, kommt am Wochenende eine nicht weniger gefährliche Mannschaft ins Rheinstadion nach Kehl. Mit dem SV Schapbach erwartet uns ein zusammengewachsenes und gestandenes Team, das zurecht zum engen Kreis der Meisterschaftsfavoriten zählt und neben einer beneidenswerten Teamchemie auch über hervorragende Einzelspieler verfügt. Trotz der erneut angespannten Personalsituation wollen wir alles geben, um dem SV Schapbach Paroli zu bieten und unseren Fans einen Grund zum Feiern liefern, da nach der Partie das Oktoberfest im Vereinsheim stattfindet.“
Zu der bereits unter der Woche thematisierte großen Zahl an Ausfällen kommen nach dem Spiel in Oberkirch mit Mathieu Boheim, Mohamed Diakite und Jean-Gabriel Dussot drei weitere Spieler hinzu. Zudem ist der Einsatz von Yannis Vogelwiesche und Elias Schleß wegen einer Erkrankung fraglich. Ein kleiner Lichtblick: Jeremy Stroh hatte nach seinem Kreuzbandriss in der vergangenen Saison in Oberkirch einen Kurzeinsatz und steht Trainer Jonas als Alternative in der Offensive wieder zur Verfügung – sei es wahrscheinlich zunächst auch nur für einen weiteren Kurzeinsatz.
