Kehler FV: Spektakel garantiert

Text: Marius Faller Bilder: Christoph Breithaupt

Quentin Hauswald (rechts) und der Kehler FV führten noch bis zur 83. Minute gegen den FC Waldkirch, mussten sich nach zwei späten Treffern aber geschlagen geben. ©Christoph Breithaupt

Der Kehler FV gehört zu den besten Auswärtsmannschaften der Fußball-Verbandsliga und verspricht stets viele Tore – auch am Samstag beim FC Radolfzell?

Frank Berger, Trainer des Fußball-Verbandsligisten Kehler FV, hadert auch Tage später noch mit der engen Taktung zwischen den beiden Spielen am Osterwochenende – und das nicht nur, weil seine Mannschaft nach zwei späten Gegentoren gegen den FC Waldkirch noch einen Sieg verspielte. „Es ist schade, dass durch die Doppelbelastung die Verletzungsrate hochgeht, dem weinen wir schon noch nach. Tim Keck hat sich verletzt, bei Yannick Assenmacher sind die Probleme schlimmer geworden“, berichtet Berger. Am liebsten hätten die Kehler das Samstagsspiel vorverlegt, aber: „Da brauchst du auch einen Gegner, der mitmacht und wenn du einen Kader von 15 Mann hast und drei davon bis 18 Uhr arbeiten, dann wird es schwierig“, so Berger. „Wenn eine Mannschaft, die am Donnerstag spielt und dann erst wieder am Montag auf ein Team trifft, das Samstag und Montag spielt, dann sind das komplett andere Voraussetzungen.“ Auch deshalb wäre es Berger am liebsten, am Karfreitag zu spielen – vor allem aber wegen der Verletzungsproblematik.

Keck zog sich beim 3:0-Sieg gegen den SV Endingen einen Muskelfaserriss im hinteren Oberschenkel zu und wird für mindestens fünf Wochen ausfallen. Assenmacher hat seit Wochen Schmerzen in der Hüftregion, die bis auf sein Knie ausstrahlen. Vor dem Auswärtsspiel gegen den FC Radolfzell am Samstag (14 Uhr) hofft Berger, dass „wir berufstechnisch noch den ein oder anderen freibekommen, einige von den Jungs müssen am Samstagmorgen normalerweise arbeiten“. Mit einem Augenzwinkern ergänzt er: „Ich bin mir sicher, dass wir elf Leute zusammenbekommen.“

Für den KFV geht der Blick in der Tabelle aktuell noch nach unten. „Für uns ist es wichtig, dass wir so früh wie möglich die 45 Punkte einfahren. Wir wollen in kein Fahrwasser mehr reinkommen, das noch unruhig werden könnte“, so Berger, der vor allem von den wiedererstarkten Donaueschingern und auch dem SV Weil überrascht ist. „Donau­eschingen hat gezeigt, dass sie noch Ambitionen haben, die Klasse halten zu wollen. So, wie sie gespielt haben, können sie das auch.“ Mit 38 Punkten stehen die Kehler aktuell auf einem konfortablen siebten Platz, haben aber mehr Spiele absolviert als die Teams im unteren Tabellendrittel.

Gegen den FC Radolfzell spielte der Kehler FV auf heimischem Platz in der Hinrunde 1:1. „Der Trainer Steffen Kautz­mann ist ein guter Bekannter von mir, der es da gut macht. Radolfzell ist daheim gut aufgestellt, das wird schwierig für uns“, so Berger. Was die reinen Zahlen angeht, ist der FC Radolfzell in der Fremde aber sogar stärker als zu Hause. Fünf Mal gewann die Kautzmann-Elf auswärts, vier Mal zu Hause. Auf den FC Waldkirch, der mit sieben Siegen aus zwölf Spielen die Auswärtstabelle anführt, folgen der Offenburger FV, der SV Kuppenheim – und dann bereits der Kehler FV, der ebenfalls fünf Spiele in der Fremde gewann und mit 30:29 Toren aus 13 Spielen stets Spektakel verspricht.

Das Spiel in Radolfzell gibt es im Livestream bei sporttotal.tv ab 14.00 Uhr!!!

https://www.sporttotal.tv/maf766853

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