Offene Kehler Rechnung

Text: Marius Faller Bild: Ulrich Marx

Gegen den SV Bühlertal sah Fußball-Verbandsligist Kehler FV in den letzten Spielen oft nicht gut aus. Trainer Frank Berger bemängelt zudem die Trainingsleistung einzelner Spieler.

0:4, 1:5, 2:5 – so lauteten die letzten Ergebnisse des Fußball-Verbandsligisten Kehler FV (10./24 Punkte) gegen den SV Bühlertal (11./23 Punkte). Oder, wie es KFV-Trainer Frank Berger ausdrückt: „Da haben wir die letzten zweieinhalb Jahre immer auf die Mütze bekommen.“ Wobei das mit Blick auf das Spiel in der Hinrunde der aktuellen Saison nur bedingt stimmt. Ende August letzten Jahres hatte die Berger-Elf in Bühlertal einen 0:2-Rückstand durch zwei Treffer von Fadi Ammar Kheloufi in der 70. und 73. Minute in ein 2:2 gedreht, um dann in der Schlussviertelstunde noch drei weitere Gegentreffer zu kassieren.


Mit dem Kopf durch die Wand: Tim Keck (rechts) und seine Mitspieler vom Kehler FV sind mit ­einem 3:1-Sieg über den SC Lahr gut aus den Startlöchern gekommen. © Ulrich Marx

Gegner gut in Form

Nun folgt für die Kehler an diesem Samstag ein erneuter Anlauf gegen den Angstgegner. Um 15.30 Uhr empfangen die Kehler den SV, in den letzten beiden Spielzeiten fielen die Heimspiele gegen Bühlertal coronabedingt ins Wasser. Die Gäste haben gegen den Tabellenzweiten FC Denzlingen am ersten Spieltag nach der Winterpause direkt ein Ausrufezeichen gesetzt und ein 2:2-Unentschieden erkämpft. „Sie haben auch in der Vorbereitung gute Gegner gehabt und da gut bestanden“, sagt Berger. Gegen die Oberligisten SV Ober­achern (2:2) und SV Linx (1:1) spielten die Bühlertäler jeweils unentschieden.
Doch auch die Kehler können nach einem souveränen 3:1-Derbysieg beim SC Lahr mit breiter Brust in diese Begegnung gehen. „So ein Start ist für jede Mannschaft wichtig“, meint Berger. „Man weiß nach der Vorbereitung nicht, wo man steht und es ist einfach etwas anderes als in den Vorbereitungsspielen, wenn es um etwas geht. Letzten Samstag war gut, das war es dann aber auch schon wieder. Im nächsten Spiel muss man sich alles wieder erarbeiten.“

Personalsituation angespannt

In der Winterpause hat sich an der angespannten Personalsituation der Kehler wenig getan. Pierre Venturini fehlt weiterhin aufgrund einer Rotsperre. Rico Maier und Burak Seftali (beide Kreuzband) werden noch eine Weile ausfallen. Hinzu kommen Dennis Häußermann (Muskelfaserriss), Luka Petrovic (Achillessehnenentzündung), Maksim Petrovic (Muskelfaserriss) und Samy Madihi (Reha nach Schultereckgelenkssprengung). Bei Dejan Zdraveski entscheidet sich kurzfristig, ob er berufsbedingt passen muss.
KFV-Trainer Berger war aber auch nicht mit all denjenigen zufrieden, die ihm aktuell zur Verfügung stehen: „Anfang der Woche hat es der ein oder andere ruhiger angehen lassen im Training. Da hat mir bei manchen einfach der Biss gefehlt.“
Spätestens am Samstag um 15.30 Uhr sollten die Kehler Spieler ihre Hartnäckigkeit wiederfinden. Gegen den Tabellennachbarn geht es auch darum, wie knifflig das zweite Verbandsliga-Jahr noch werden könnte. Bei einem Sieg der Gäste, die ohnehin ein Spiel weniger als der KFV absolviert haben, würden diese an den Kehlern vorbeiziehen. „Ich schaue schon das ganze Jahr nicht auf die Tabelle. Es geht nur um den Gegner und um ein Drei-Punkte-Spiel“, so Berger.

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