Text und Bild: Ralf Stoll
Etwas ins Stottern geraten ist der Motor des Kehler FV. Nach sechs Siegen in Folge zum Auftakt ins Jahr 2026 blieben die Grenzstädter in den letzten drei Spielen ohne Sieg. Am vergangenen Spieltag musste sich das Team von Trainer Jonas Leopold trotz einer guten Leistung beim heimstarken Aufsteiger aus Schapbach knapp mit 3:2 geschlagen geben. Am kommenden Spieltag muss der Kehler FV (6. / 40 Punkte) bei der zweiten Mannschaft des SC Lahr (11. / 32 Punkte) erneut auswärts bei einem Aufsteiger antreten. Die Reserve des SC Lahr hat sich am vergangenen Spieltag mit einem 6:3-Auswärtssieg beim SV Sinzheim etwas Luft im Abstiegskampf verschafft, hat das rettende Ufer jedoch noch nicht erreicht und steht weiterhin unter Zugzwang. Für den Kehler FV gilt es an die Leistung vom vergangen Spiel anzuknüpfen und wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden, allerdings zählt für die Gastgerber im Kampf um den Klassenerhalt jeder Punkt, so das ein intensives und umkämpftes Spiel zu erwarten ist. Anpfiff auf dem Kunstrasenplatz in der Lahrer Dammenmühle ist um 15:30 Uhr.
„Leider war unsere starke Schlussphase nicht ausreichend, um etwas Zählbares aus Schapbach mitzunehmen.“ So lautete das nüchterne Fazit von Kehls Trainer Jonas Lepold nach der Auswärtspartie. Sein Team fand zunächst nicht optimal in die Begegnung, doch trotz der Niederlage hofft der Coach, dass seine Mannschaft die richtigen Lehren aus dem Auftritt ziehen wird. Dabei sparte er nicht mit Lob für den Gastgeber: „Trotz der Niederlage war es eine sehr lehrreiche Erfahrung, denn Teamgeist und Zusammenhalt schlägt Qualität. Beides wurde von Schapbach über 90 Minuten hinweg eindrucksvoll zelebriert und wir sollten uns von der Mentalität dieses Vereins nicht nur eine Scheibe abschneiden. Auf dem sehr kleinen Feld ist es beinahe unmöglich, eine Partie ohne Gegentore zu überstehen, dennoch waren die 3 Treffer zu einfach. Obwohl wir uns mehr Torchancen erspielen konnten als in den letzten Partien, ist es uns nicht gelungen, Tore zu erzwingen. Mit den Einwechslungen in der zweiten Halbzeit konnten wir unser Spiel deutlich verbessern, leider war die Zeit zu knapp um einen späten Ausgleich zu erzielen.“
Auch die nächste Aufgabe wird eine Herausforderung unter ähnlichen Bedingungen. „Auch unsere kommende Partie wird auf einem kleinen Kunstrasen ausgetragen, gegen einen Gegner der qualitativ sehr schwer einzuschätzen ist und absolut ernst genommen werden muss“, so Jonas Lepold mit Blick auf die kommende Begegnung. Das Hinspiel im Kehler Rheinstadion war von hohem Tempo und Spannung bis zur letzten Sekunde geprägt; damals trennten sich beide Teams mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden. Für das Rückspiel gibt sich der Trainer kämpferisch: „Wir wollen mit einer erneut geschlossenen Leistung die Durststrecke beenden und fahren nach Lahr, um etwas Zählbares mitzunehmen.“
Die Personalsituation bei den Grenzstädtern bleibt jedoch angespannt. Hinter den Einsätzen von Fabio Baas, Roman Hryshchenko, Agon Zukaj und Abwehrchef Alexis Cascoin steht aktuell noch ein großes Fragezeichen.
