Text und Bild: Ralf Stoll
Mit einer beeindruckenden Erfolgsserie sorgt Kehler FV derzeit für Aufsehen. Sechs Siege in Folge haben die Mannschaft nicht nur zurück in die Erfolgsspur gebracht, sondern auch eindrucksvoll aus der Gefahrenzone der Tabelle geführt. Nach der Vorrunde kämpfte das Team gegen den Abstieg – inzwischen hat sich die Lage grundlegend verändert und der Kehler FV steht mittlerweile sicheren Mittelfeld der Tabelle. So kam die Schlagzeile „Kehler FV ist die Mannschaft de Stunde“ unter der Woche nicht von ungefähr. Allerdings darf das für die Grenzstädter kein Grund sein sich auf dem bisher erreichten auszuruhen und auch die kommenden Aufgaben mit der bisher gezeigten Einstellung und dem selben Leistungswillen anzugehen, sonst könnte sich das Sprichwort „Nichts verblasst so schnell wie der Ruhm von gestern“ schnell bewahrheiten. Am kommenden Samstag muss der Kehler FV (6. / 39 Punkte) beim FV Würmersheim (14. / 17 Punkte) antreten. Würmersheim steht derzeit auf einem Abstiegsplatz und hat derzeit 10 Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Um überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben, darf sich das Team um Spielertrainer Steven Herbote keine weiteren Punktverluste mehr erlauben und wird entsprechend motiviert in das Spiel gehen. Anpfiff auf dem Sportplatz in Würmersheim ist um 15:30 Uhr.
„Wir hatten gegen einen taktisch, läuferisch und kämpferisch hervorragend eingestellten Gegner zunächst Schwierigkeiten, unsere Stärken auf das Feld zu bringen“, lautete das Resümee von KFV-Trainer Jonas Leopold. Er ergänzte: „Wir haben uns im Stellungsspiel gegen den Ball schwer getan und konnten uns in der ersten Halbzeit nicht durchsetzen. Durch Anpassungen in der Halbzeit, die sehr gut umgesetzt wurden, konnten wir im zweiten Durchgang eine Leistungssteigerung zeigen und ein frühes Tor erzwingen. Dennoch blieb die Partie offen und Ottenau agierte weiterhin gefährlich, ohne ihre Torchancen zu nutzen“, so Leopold weiter.„Es gelang uns dann erst in der Schlussminute, den zweiten Treffer nachzulegen und unterm Strich steht somit ein weiterer Arbeitssieg und eine Verbesserung der desolaten Heimbilanz.“ Mit Blick auf die aktuelle Erfolgsserie fand der Trainer anerkennende, aber auch mahnende Worte: „Trotz der beeindruckenden Serie von 6 Siegen in Folge, für die ich den Hut vor der Mannschaft ziehe, gibt es keinen Grund, nachlässig zu werden.“ Nicht ganz zufrieden zeigte sich Leopold zudem mit der Trainingswoche: „Die Erfolge sollten uns motivieren, weiterhin Gas zu geben und im Training noch mehr zu tun. Wider Erwarten war das Training allerdings erschreckend energielos.“
Im Hinspiel im Kehler Rheinstadion trennten sich beide Mannschaften in einer Partie, die nur selten Landesliganiveau erreichte, mit einem 1:1-Unentschieden. Insgesamt konnten die Grenzstädter bislang noch keinen Sieg in einem Ligaspiel gegen Würmersheim verbuchen. In der Vorsaison musste der Kehler FV in beiden Begegnungen Niederlagen hinnehmen.
„Der kommende Gegner steht mit dem Rücken zur Wand, kann nur positiv überraschen und wird alles daran setzen, unsere Siegesserie zu beenden“, blickte KFV-Trainer Jonas Leopold auf die kommende Aufgabe. Entsprechend klar formuliert er die Anforderungen an sein Team: „Um diese Serie auszubauen ist volle Konzentration, Leidenschaft und Energie gefragt, während Selbstzufriedenheit bestraft wird und dem Gegner in die Karten spielt.“ Trotz dieser schwierigen Ausgangslage zeigt sich Leopold zuversichtlich: „Nichtsdestotrotz bin ich davon überzeugt, dass die Mannschaft erneut an ihre Grenzen gehen wird und auf keinen Fall mit leeren Händen aus Würmersheim zurückkehren möchte.“
Fehlen werden dem Kehler FV in Würmersheim Loic Caspar und Pascal Hentschel. Hinter dem Einsatz von Roman Hryshchenko steht noch ein Fragezeichen.
