Die Standards saßen…..

Text: Ralf Stoll Bild: FUPA

War es am letzten Spieltag in Radolfzell die Effektivität beim Torabschluss der Garant für den Auswärtssieg, so waren es in diesem Spiel die Standardsituationen die dem Kehler FV einen zu keinem nie gefährdeten 4:0 Heimsieg verhalfen. Die Gastgeber festigten ihren Platz im Mittelfeld, die Gäste erlebten mit dieser Niederlage einen weiteren Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt.

Nach verhaltenem Beginn, waren es die Gäste, die in der dritten Spielminute durch Heiko Reich die erste Torchance hatten. „Das war für uns eine Art „Hallo Wach Effekt“, so KFV-Trainer Frank Berger nach dem Spiel. „Danach waren wir präsenter und haben zu unserem Spiel gefunden.“ Nach sechs Spielminuten hatte Dennis Häußermann, nach Zuspiel von Pierre Venturini die erste Torchance für den Kehler FV.

In der Folgezeit waren die Gastgeber optisch überlegen, aber vieles im Offensivspiel blieb gegen den tief stehenden Gegner nur Stückwerk. In der dreizehnten Spielminute wurde Yannick Assenmacher im Strafraum gefoult und Pierre Venturini verwandelte den Elfmeter sicher zur Kehler Führung (14. Min). Nur vier Minuten später, nach einer Ecke von der linken Seite durch Pierre Venturi schob KFV-Kapitän Felix Armbruster zum 2:0 ein (18.Min).

Die Gäste von der Baar bemühten sich in der Folgezeit in der Offensive Akzente zu setzen, aber außer einem Torschuss von Andreas Albicker in der 38. Spielminute konnten die Gäste keine Torgefahr entwickeln. Die Gastgeber kontrollierten in dieser Phase das Spiel und waren durch Konter stehts gefährlich.

Kurz vor dem Pausenpfiff dann die Vorentscheidung in diesem einseitigen Spiel; eine Ecke, diesmal von der rechten Seite, von Pierre Venturini köpfte Ümit Sen zur 3:0 Führung für den Kehler FV ein (41. Min).

Nach der Pause bemühten sich die Gäste vergebens um den Anschlusstreffer, die Kehler Abwehr stand sicher und unterband schon frühzeitig das Angriffsspiel der Gäste. In dieser Phase hatten die Gastgeber, dem Gegner mittlerweile in allen Belangen überlegen, mehrfach die Chance die Führung weiter auszubauen. Allerdings fehlte dieses Mal die Effektivität im Verwerten der Torchancen, die die Mannschaft noch in der Vorwoche gezeigt hat.

Es bedurfte einer weiteren Standardsituation um den 4:0 Endstand zu erzielen. Der kurz zuvor eingewechselte Hannes Moser war im Strafraum nur durch ein Foulspiel zu stoppen. Pierre Venturini trat zu seinem zweiten Strafstoß des Tages an, scheiterte aber zunächst am gut reagierenden DJK-Schlussmann Robin Karcher, konnte aber den abgewehrten Ball zum 4:0 Endstand einköpfen. Mit zwei erzielten Toren, zwei Vorlagen nach Eckbällen, einem Lattenkracher (50. Min) und mehreren schön eingeleiteten Angriffen war er wie es auf Neudeutsch heißt „Man of the Match“.

Gästetrainer Benjamin Gallmann gratulierte nach dem Spiel zu dem auch in dieser Höhe verdienten Sieg des KFV. „Wir haben während der gesummten 90 Minuten nie zu unserem Spiel gefunden und der KFV war uns heute in allen Belangen überlegen. Schade, dass wir unsere Großchance nach drei Spielminuten nicht genutzt haben“

KFV-Trainer Frank Berger freute sich über den verdienten Sieg und die verwandelten Standardsituationen. „Einziger Wermutstropfen ist, daß wir aus dem Spiel heraus keine Tore erzielen konnten. Aber da habe ich wieder einen Ansatzpunkt für das Training in der kommenden Woche.“

Angesprochen auf die im Vorbericht zu diesem Spiel erwähnte Ermüdung einiger Spieler erwiderte er: „Wir sind seit der ersten Kalenderwoche 2022 im Training, das Training war sehr intensiv, aber auch notwendig um von den Abstiegsplätzen weg zu kommen. Da ist es einfach normal, dass der eine oder andere Spieler mal einen mentalen oder konditionellen Durchhänger hat. Da spielen auch die beiden wegen Corona abgebrochenen Spielzeiten eine Rolle.“

Der Kehler FV muss am kommenden Wochenende am Hochrhein beim SV Weil antreten.



Aufstellungen:

Kehler FV

Heering – Bessas, Zdraveski, Sen (ab 75. Moser), Häußermann, Armbruster, Bounatouf,  Assenmacher (ab 78. Petrovic), Venturini, Schulze (ab 46. Hauswald), Rother (ab 46. Haridi)

DJK Donaueschingen

Karcher – Colak, Schwer, Schneider, Sarr, Ohnmacht (ab 77. Jäggle), Wild (ab 82. Fritsch), Albicker (ab 77. Vöckt), Reich, Ganter, Mößner

Tore:  1:0 (14.) Venturini (Foul-Elfmeter), 2:0 (18.) Armbruster, 3:0 (41.) Sen, 4:0 (84.) Venturini

Besondere Vorkommnisse: Robin Karcher (DJK Donaueschingen) hält Foulelfmeter von Pierre Venturini (86.)

Zuschauer: 180

Schiedsrichter: Josef Mourad (Freiburg)

Gelbe Karten:  – / Sarr (62.)

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