Glanzlos zum nächsten Sieg?

Text: Marius Faller Bild: Kehler FV / SC Pfullendorf

Der Kehler FV hat in der Fußball-Verbandsliga nach der Winterpause drei seiner vier Spiele gewonnen, blieb ­spielerisch aber zuletzt unter seinen Möglichkeiten. Am Samstag geht es zum SC Pfullendorf.


Quentin Hauswald (links) und Julien Rother vom Kehler FV bearbeiten Durbachtals Kapitän Danny Sandhaas beim 2:0 Sieg des KFV am vergangenen Wochenende. ©Christoph Breithaupt

Seit die Fußball-Verbandsliga den Spielbetrieb nach der Winterpause wieder aufgenommen hat, hat der Kehler FV schon einiges erlebt. Einem Derbysieg gegen den SC Lahr (3:1) folgte ein 7:0-Spektakel gegen den SV Bühlertal und am vergangenen Wochenende ein 2:0 gegen den SC Durbachtal, das mit dem Begriff „Arbeitssieg“ vermutlich am besten beschrieben werden kann. Die Niederlage beim mit fünf Spielern aus dem Oberligakader aufgemöbelten FC Villingen II war zwischendurch nur eine Randnotiz.
Viel mehr beschäftigte KFV-Trainer Frank Berger, wie seine Mannschaft sich die drei Punkte in Durbachtal erspielte: „Das Resultat nehmen wir mit, aber dass wir mit der Leistung nicht zufrieden sein können, war auch die Selbsteinschätzung der Jungs.“ Warum es spielerisch so haperte, sei laut Berger nicht so einfach zu erklären. „Im Sport spielen viele Faktoren eine Rolle, vor allem, wenn du in einer so großen Gruppe agierst. Da ist dann nicht nur ein Rädchen entscheidend, sondern direkt elf.“ Und dann seien da auch noch die äußeren Faktoren.

Kritik am eigenen Platz

„Unser Platz ist nicht gerade geeignet für tolles Kombinationsspiel, dafür bekommt er von der Gemeinde einfach zu wenig Pflege“, meint Berger. „Das ist einfach eine Wiese und kein Sportplatz.“ Am Samstag um 15.30 Uhr bekommen die Kehler Spieler definitiv eine Abwechslung vom eigenen Geläuf, die Begegnung gegen den SC Pfullendorf findet auswärts statt. „Pfullendorf hat bis jetzt nur zwei Spiele in dieser Saison verloren, das sagt einiges. Es ist sehr schwer, gegen diese Mannschaft zu gewinnen“, meint Berger. Ein Versuch, auf drei Punkte zu gehen, ist für die Kehler dennoch Pflicht. „Wir fahren drei Stunden mit dem Bus hin, da will man sich nicht nur das Stadion und die Katakomben anschauen.“
Das Selbstvertrauen der Gastgeber, die bereits neun Mal unentschieden gespielt haben, dürfte durch das 2:2 beim Tabellenführer FC Denzlingen am vergangenen Wochenende noch einmal gewachsen sein. In der Hinrunde gewannen die Pfullendorfer mit 2:1 in Kehl.

Einige Spieler fraglich

Berufsbedingt könnten beim KFV zwei Spieler fehlen. Dejan Zdraveski und Elyes Bounatouf müssen am Samstag eigentlich arbeiten. „Ich hoffe noch darauf, dass der Arbeitgeber ihnen entgegenkommt. Ich habe den Jungs gesagt, sie sollen vorschlagen, die Arbeitszeit nachzuholen oder mit einem Kollegen die Schicht zu tauschen.“ Yannick Assenmacher und Julien Rother lagen Anfang der Woche zudem noch mit einer Grippe im Bett, auch hinter ihrem Einsatz steht noch ein Fragezeichen.
Mit einem Sieg könnten die Kehler, die aktuell mit 30 Punkten auf Platz neun stehen, bis auf drei Punkte an den Tabellendritten SC Pfullendorf heranrücken. Davon zeigt sich Berger unbeeindruckt: „Wir versuchen, jedes Spiel als gleich wichtig zu erachten. Natürlich kommt man aber nicht jeden Tag an sein volles Leistungsvermögen heran.“

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