Zdraveskis 1:0 war der „Türöffner“ für den Kehler FV

Hoch das Bein: Kehls Torschütze zum 2:0, David Assenmacher (rechts), im Zweikampf mit Yahya Zidan vom FC Radolfzell. ©Christoph Breithaupt / Bericht Fritz Bierer

Fußball-Verbandsligist Kehler FV hat seine erste Saisonniederlage von vor einer Woche in Bühlertal verkraftet und mit dem verdienten 2:0 (1:0)-Heimsieg am Samstag im Rheinstadion gegen ein 45 Minuten gut spielenden FC Radolfzell den Grundstein für eine neue Erfolgsserie gelegt.

Die Kehler brauchten fast 40 Minuten um die „Klatsche“ von Bühlertal aus den Beinen zu laufen, der Führungstreffer von Dejan ­Zdraveski war dann in der 39. Minute der „Türöffner“ für das Erfolgserlebnis gegen einen in Halbzeit eins starken FC Radolfzell, der vor allem durch sein schnelles Umschaltspiel für Gefahr sorgte. Die „Seehasen“ hatten schon in der 5. Minute die erste Chance durch den schnellen Yahya Zidan, der auf der linken Außenbahn zwei Kehler narrte, aber an Keeper Daniel Künstle scheiterte. Die Hausherren hatten zwar mehr Ballbesitz, doch die erste dicke Möglichkeit erst in der 37. Minute, als Dejan ­Zdraveski, der eine gute Leistung ablieferte, aus kurzer Dis­tanz das Leder über das Radolfzeller Gehäuse jagte. Zwei Minuten später war Zdraves­ki dann erfolgreich, lupfte den Ball über Keeper Pascal Bisinger und schloss trotz Behinderung durch zwei Abwehrspieler erfolgreich zum 1:0 ab.

KFV dominiert in Hälfte zwei
Im zweiten Durchgang hatten die Hausherren das Spiel komplett im Griff. „Wir hatten uns vorgenommen in der zweiten Halbzeit mehr zu investieren, das ist uns auch gelungen“, freute sich Kehls Coach Frank Berger in der Pressekonferenz. So scheiterte Kevin Sax in der 47. Minute aus spitzem Winkel an Torhüger Pascal Bisinger, der auch in der 63. Minute gegen Arber Paqarizi Sieger blieb und dessen Schuss reaktions­schnell abwehrte. Das war dann die letzte Aktion des Kehler Angreifers, für den Trainer Berger Bünyamin Gün­yakti auf den Rasen schickte, der in der 76. Minute das zweite Kehler Tor auf dem Fuß hatte, als er von Elyes Bounatouf mustergültig bedient wurde. Die Direktabnahme aus kurzer Dis­tanz des Ex-Rencheners verfehlte das Ziel aber um einen halben Meter.

Schönes Tor von David Assenmacher
In der 80. Minute dann die Entscheidung. Allein dieser Treffer von David Assenmacher war schon das Eintrittsgeld wert. Der Kehler Stürmer profitierte von einem Fehler im Umschaltspiel der Gäste, düpierte im Strafraum drei Radolfzeller Abwehrspieler auf engstem Raum, „vernaschte“ auch Keeper Bisinger, und vollendete zum 2:0. In der 85. Minute hatte David Assenmacher allerdings Pech, dass ihm auf dem Weg zu seinem möglichen zweiten Treffer der Ball versprang. Dafür durfte er bei seiner Auswechselung in der 89. Minute den Beifall der Fans genießen.

„In der ersten Hälfte waren wir auf Augenhöhe. In Durchgang zwei kam der KFV mit viel Dampf aus der Kabine. Wir konnten kaum noch für Entlastung sorgen“, resümierte Gäste-Trainer Steffen Kautzmann. „Ich bin sehr zufrieden. Unser Sieg war aufgrund der zweiten Halbzeit verdient“, sagte KFV-Coach Frank Berger. Danach waren Fans und Spieler in Feierlaune – im Clubhaus wurde Oktoberfest gefeiert.

Kehler FV – FC Radolfzell 2:0 (1:0)
Kehl: Künstle – Zdraveski, Sax, D. Assenmacher (89. Kheloufi), Armbruster, Laifer, Bounatouf (80. Rother), Paqarizi (65. Günyakti), Aras, Sepp, Sert (87. Vetter).
Radolfzell: Bisinger – Stricker, Niedhardt, Wehrle, Schlachter, Hain (81. Mair), Strauß (85. Luci), Schmidt, Zidan (64. Zimmermann), Hlavacek, Krieg (73. Mendes).
Schiedsrichter: Luigi Satriano (Zell i. W.) – Zuschauer: 230. Tore: 1:0 Zdraveski (39.), 2:0 D. Assenmacher (80.).

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