Kehler FV will den Bock umstoßen

Nach nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen für den Kehler FV in der Fußball-Verbandsliga hofft Trainer Frank Berger beim FC Denzlingen auf ein Erfolgserlebnis – doch dafür braucht es bekanntlich Tore.

„Wenn man in 270 Minute nur ein Tor schießt – und das noch per Elfmeter – wird es schwierig, Spiele zu gewinnen“, weiß Frank Berger, Trainer des Kehler FV (5. Platz/11 Punkte), ganz genau, warum seine ambitionierte Mannschaft in den vergangenen drei Spielen in der Fußball-Verbandsliga nur ein mageres Pünktchen beim jüngsten 0:0 gegen den FC Auggen eingefahren hat. In einer Videositzung am Montagabend wurde das torlose Remis im Rheinstadion analysiert, um am kommenden Samstag (15.30 Uhr) bei Tabellennachbar FC Denzlingen (4./11) endlich das lang ersehnte Erfolgserlebnis feiern zu können.

Fadi Kheloufi (l.) ist ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und könnte in Denzlingen für mehr Druck über die Flügel im Spiel des Kehler FV sorgen. © Christoph Breithaupt


„Es war nicht alles schlecht gegen Auggen. Mit unserer Defensivleistung, dem Pressing und dem Umschaltspiel war ich zufrieden. Wir müssen es dann aber besser ausspielen. Im letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor haben wir keine zielstrebigen Entscheidungen getroffen“, kritisiert Berger, fügt aber auch entschuldigend an: „Dass wir nach dem 1:5 aus der Vorwoche in Bühlertal nicht gerade vor Selbstvertrauen gestrotzt haben, ist auch klar. Das müssen wir uns durch Erfolgserlebnisse in den Spielen zurückholen.“

Respekt vor Pilipovic

Im Idealfall soll ein solches Erfolgserlebnis bereits am Samstag in Denzlingen gefeiert werden. Bei den Gastgebern hat in der Vorwoche Milorad Pilipovic den Cheftrainerposten von Frank Lengner übernommen und den jüngsten Aufwärtstrend des FCD beim 4:0 in Donaueschingen – dem fünften Spiel in Folge ohne Niederlage – fortgesetzt. „Mit Milo hat der Verein einen der besten Trainer in Südbaden geholt, er hat unendlich viel Erfahrung“, hat Frank Berger großen Respekt vor seinem Trainerkollegen, der viele Jahre das Geschehen beim Bahlinger SC und bei den Frauen des SC Freiburg geprägt hatte. Doch nicht nur  auf dem Trainerstuhl ist der Vorjahresachte erstklassig besetzt. „Denzlingen hat mit diesem Kader den Anspruch, ganz vorne mitzuspielen“, weiß Berger und verweist auf die gefährlichen Offensivkräfte Anes Vrazalica (5 Tore) und Kristian Disch (4 Tore). „Die Mannschaft hat sich nach dem holprigen Start in die neue Runde berappelt, zuletzt gut gespielt und in Donaueschingen souverän mit 4:0 gewonnen. Das wird eine schwierige Aufgabe für uns“, ist sich Berger bewusst und will den Fokus auf das eigene Spiel legen.


Hat in den letzten Wochen beim Kehler FV gerade über die Flügel die nötige Durchschlagskraft gefehlt, hofft der Kehler Trainer durch die mögliche Rückkehr von David ­Assenmacher und Fadi Kheloufi in Denzlingen auf Besserung: „Beide sind wieder ins Training eingestiegen und könnten am Samstag wieder Optionen sein.“ Weiterhin verzichten muss der 35-Jährige allerdings auf die verletzten Yannick Assenmacher und Dejan Zdraves­ki.

Text: Heiko Rudolf / Mittelbadische Presse
Bild: Kehler FV

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