Vorsaison als Warnung für den Kehler FV

Der Kehler FV will nach der ersten Saisonniederlage am Sonntag beim SV Bühlertal in die Erfolgsspur zurückkehren – keine leichte Aufgabe, wie Trainer Frank Berger weiß.

Mund abwischen, weitermachen! Unter diesem Motto steht das Auswärtsspiel des Kehler FV (2. Platz/10 Punkte) am Sonntag (16.45 Uhr) beim SV Bühlertal (8./7), nachdem die Grenzstädter am vergangenen Wochenende die erste Saisonniederlage gegen den FC Teningen kassiert hat. 
Das 0:1 im Rheinstadion gegen den rund 70 Minuten in Unterzahl agierenden Gast passte KFV-Trainer Frank Berger überhaupt nicht in den Kram. „Es geht nicht um die Niederlage an sich, das kann immer mal passieren. Sondern es geht darum, wie man sich präsentiert“, ärgerte sich Berger und machte deutlich: „In der ersten Halbzeit war das keine Werbung für uns. Nach dem Seitenwechsel haben wir uns in Rückstand liegend dann schwer gegen einen tiefstehenden Gegner getan.“

Eingespielter Gegner

Mannschaftsintern wurde die ärgerliche Niederlage gegen Teningen Anfang der Woche aufgearbeitet, um den Fokus voll und ganz auf das schwierige Gastspiel am Sonntag beim SV Bühlertal zu richten. Der Gastgeber, der nach dem Aufstieg 2019 seine zweite Spielzeit im südbadischen Fußball-Oberhaus bestreitet und die coronabedingt abgebrochene Saison 2019/20 auf Rang zehn beendete, ist mit sieben Punkten aus vier Spielen gut in die neue Runde gestartet. Nach der 1:2-Niederlage zum Saisonstart gegen Teningen, blieb der SV Bühlertal in den letzten drei Partien beim FC Auggen (1:0), gegen den FC Denzlingen (1:1) und am vergangenen Wochenende bei der DJK Donaueschingen (4:2) ungeschlagen. „Das ist eine gute Mannschaft, die zu 80 Prozent seit fünf Jahren zusammenspielt und am Ende der Saison sicher auf einem einstelligen Tabellenplatz landen wird. Das Umfeld passt, da wird richtig gut gearbeitet“, hat Frank Berger Respekt vor der Mannschaft seines geschätzten Trainerkollegen Johannes Hurrle und verweist auf die erfahrenen Keller-Brüder sowie die ein oder andere Verstärkung von der im Sommer aufgelösten zweiten Mannschaft des Oberligisten SV Oberachern.
Dass die Trauben auf dem Mittelberg hoch hängen, hat der Kehler FV bei der deftigen 0:4-Niederlage in der Vorsaison am eigenen Leibe schmerzlich erfahren. „Das ist Warnung genug, in Bühlertal herrscht immer eine hitzige Atmosphäre“, ist sich Berger sicher, der weiterhin auf die Verletzten Dejan Zdraveski und Yannick Assenmacher verzichten muss. Außerdem ist der Einsatz von David Assenmacher (Knieprobleme) fraglich. Immerhin hat Dominik Kaiser seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen und kehrt am Sonntag in den Kehler Kader zurück. 

Text: Heiko Rudolf Mittelbadische Presse
Bild: Kehler FV

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