Kehler FV muss Lücken im Kader mit eigenem Nachwuchs füllen

Text: Marcus Hug Bild: Peter Heck

Beim Kehler FV deutet sich in der Sommerpause ein Umbruch an. Innerhalb weniger Tage gaben in der letzten Woche zwei langjährige Leistungsträger bekannt, dass sie den Fußball-Verbandsligisten am Saisonende verlassen werden. Kevin Sax wird Spielertrainer beim Landesligisten TuS Oppenau, Stefan Laifer sucht eine neue Herausforderung – als Trainer, Spielertrainer oder eventuell auch noch mal als Spieler.

Entscheidung nachvollziehbar

„Wir hätten beide gerne gehalten“, gibt KFV-Sportvorstand Timo Allgeier zu. „Mit Stefan hatten wir gesprochen und ihm angeboten, ihn als Trainer im Nachwuchsbereich oder als Spielertrainer der zweiten Mannschaft einzubinden. Aber er möchte lieber extern eine neue Aufgabe suchen“, so Allgeier. „Zu einem Gespräch mit Kevin kam es leider nicht, er hat sich direkt für das Angebot aus Oppenau entschieden“, ergänzt der Sportvorstand.

Die Entscheidungen der beiden Kehler „Identifikationsfiguren“ kann Allgeier durchaus nachvollziehen. „Wenn man so viele Jahre bei einem Verein war, dann möchte man einfach mal andere Luft schnuppern und was Neues ausprobieren. Dafür haben wir vollstes Verständnis.“ Der KFV legte beiden Spielern auch keine Steine in den Weg. „Sie haben sich über viele Jahre in den Dienst des Vereins gestellt und gerade in der letzten Saison teilweise neue Rollen akzeptiert. Darüber sind wir sehr froh.“

Fokus auf Eigengewächse

Die Lücken möchten die Grenzstädter vor allem mit hungrigen Nachwuchsspielern füllen. „Wir haben einfach nicht den Geldbeutel, um uns am offenen Markt zu bedienen“, untermauert Allgeier diese Strategie. Immerhin gelang dem KFV zu Beginn der Winterpause mit der Verpflichtung von Dennis Kopf vom Oberligisten SV Linx schon ein Coup. „Er kann offensiv wie defensiv verschiedene Rollen ausführen. Deshalb sind wir glücklich, dass er bei uns ist“, so der Sportvorstand. Zudem wurde der Vertrag mit Trainer Frank Berger vorzeitig verlängert. „Damit haben wir Planungssicherheit für die kommende Verbandsliga-Saison“, freut sich Allgeier.

Strukturen verbessern

Großes Augenmerk legt der Verein auch auf eine verbesserte Struktur im Jugendbereich. „Wir möchten uns da wieder besser aufstellen mit Jugendbussen und Ähnlichem, damit die Organisation für die Eltern und Jugendlichen einfacher wird“, verspricht Allgeier.

Die Entwicklung von Sax und Laifer bei ihren neuen Vereinen wird er intensiv beobachten. Denn eine Rückkehr zum KFV ist nicht ausgeschlossen: „Die Tür ist definitiv nicht zu. Wir würden uns freuen, wenn die Konstellation irgendwann passt und sie zum KFV zurückkehren.“

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