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Die beiden Trainer Christian Streich und Karim Matmour konnten mit dem Auftritt ihrer Schützlinge zufrieden sein. Foto Peter Heck

Mit 7:1 (3:0) gewann Fußball-Bundesligist SC Freiburg am Dienstagnachmittag das Testspiel gegen eine mit Spielern aus der Region verstärkten Verbandsliga-Mannschaft des Kehler FV im Rheinstadion. 1200 Zuschauer wurden von beiden Teams sehr gut unterhalten.

Nicht wie angekündigt 4 x 30 sondern in der regulären Spielzeit von 90 Minuten wurde die Partie anlässlich des 111-jährigen Vereinsbestehens des Kehler FV ausgetragen. Grund: Die Breisgauer hatten einige Spieler mit muskulären Problemen und Trainer Christian Streich wollte kein Risiko eingehen. 22 Akteure bei den Gästen und 29 (!) beim KFV bekamen Einsatzzeiten. »Bei so vielen Wechseln kann man nicht mehr erwarten. Freiburg hat eiskalt seine Chancen genutzt. In der ersten Halbzeit haben sie drei Fehler von uns genutzt. Wir hätten vielleicht ein Tor mehr verdient gehabt, die Chance war da«, konstatierte Kehls Coach Karim Matmour. 

Die beste Phase hatten die Hausherren zu Beginn des zweiten Durchgangs, als Marco Petereit (OFV) für die Kehler zum zwischenzeitlichen 1:4 traf (57.). Vier Minuten zuvor hatte Dejan Zdraveski freie Bahn, schoss jedoch das Leder aus kurzer Distanz und unbedrängt über das von Constantin Frommann (der Sasbacher  kam in Halbzeit zwei für Alexander Schwolow) gehütete Tor. Schon im Gegenzug besorgte Florian Niederlechner das 0:4 (55.). Der Bundesligist verwertete seine Chancen eiskalt, die meist über die Außenbahnen herausgespielt wurden. Lediglich Nationalspieler Nils Petersen, der in den zweiten 45 Minuten zum Einsatz kam, wagte ein Kabinettstückchen, als er den zu weit vor seinem Tor postierten Florian Streif aus gut 35 Metern mit einem Heber zum 1:5 (65.) überraschte. Das 1:6 besorgte dann Mike Franz (77.) und den Schlusspunkt zum 1:7 setzte schließlich Christian Günter (84.). 

»Ein paar schöne Tore, einige schöne Umschaltsituationen«, erkannte SC-Coach Christian Streich. »Man hat aber auch gesehen, dass in der Regio-Auswahl ein paar Spieler standen, die gut Fußball spielen können, einige von ihnen wurden in unserer Fußballschule ausgebildet. Wir hätten außer dem einen durchaus  noch ein weiteres Gegentor  kassieren können«, resümierte Christian Streich.

Kehler FV Regio-Auswahl – SC Freiburg 1:7 (0:3)
KFV-Regio-Auswahl: Künstle, Göser, Muginov, Manguele, Sax, D. Assenmacher, Abdessadki, Bouziane, Laifer, Weingart, Sert. – 2. Halbzeit: Streif (OFV), Traikia, Y. Assenmacher, Paqarizi, Plautz, Zdraveski, Stefan, Aras, Sepp, Rother, Kopf, Venturini, Vollmer (alle drei SV Linx), Armbruster (SV Oberachern), Petereit (OFV), Göhringer (VfB Bühl), Zimmerer (SV Stadelhofen), Häringer (SC Bahlingen).
SC Freiburg: Schwolow, Gulde, Höler, Waldschmidt, Haberer, Sierro, Heintz, Meffert, Kleindienst, Bruno, Kath. 2. Halbzeit: Frommann, Söyüncü, Niederlechner, Frantz, Terrazzino, Stenzel, Ravet, Petersen, Gondorf, Günter, Schlotterbeck. 
Schiedsrichter: Daniel Schlager (Bietigheim); Zuschauer: 1200.
Tore: 0:1 (10.) Höler, 0:2 (32.) Kleinschmidt, 0:3 (43.) Höler, 0:4 (55.) Niederlechner, 1:4 (57.) Petereit, 1:5 (65.) Petersen, 1:6 (77.) Frantz, 1:7 (84. Günter).