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Die Kehler Spieler Arber Paqarizi, Kevin Sax, Benjamin Göhringer und Anis Bouziane (v. l.) hatten im Derby beim SV Stadelhofen ihren Spaß.
©Peter Heck

Das Verbandsliga-Derby vor 400 Zuschauern gegen Tabellennachbar Kehler FV wurde für den SV Stadelhofen zum Desaster. Ein ganz schwaches Abwehrverhalten und wiederum großes Verletzungspech bei den Gastgebern führten in einer einseitigen Partie früh zu einer 0:4 (0:4)-Niederlage.

Es bleibt dabei: Der SV Stadelhofen bekommt in dieser Saison gerade in den Derbys kein Bein auf den Boden. Nach der Winterpause ein 0:5 gegen den SV Linx, letzte Woche ein 0:4 beim SC Lahr und am Samstag wiederum eine Packung zu Hause gegen den Kehler FV. Eine indiskutable Leistung in der Defensive und zu wenig Qualität nach vorne ließen den Gegner bei bestem Fußball-Wetter im Mührigwald-Sportpark kaum ins Schwitzen kommen.

Zwei frühe Schockmomente
Die Partie dauerte gerade mal 20 Sekunden, als sich Rechtsaußen Daniel Kirn an der Schulter verletzte. Nach knapp einer halben Stunde zog sich Innenverteidiger Markus Kopf bei einem Luftkampf eine blutende Platzwunde zu. Diese beiden Verletzungen brachten den Gastgeber restlos aus dem Konzept, die Abwehr wirkte komplett verunsichert. Der Kehler FV eröffnete den Torreigen bereits in der elften Minute durch Elyes Bounatouf in Folge eines Missverständnisses zwischen SVS-Keeper Sven Lissek und Patrick Ringwald. Kehl war eindeutig spielbestimmend, der SVS versuchte, Ordnung in der Defensive zu finden, konnte aber nach vorne keine Akzente setzen. Das Fehlen des gesperrten Valon Salihu konnten die Renchtäler nicht kompensieren. 

Aus stark abseitsverdächtiger Position hatte Lukas Raabe nach Pass von Bounatouf keine Mühe, auf 2:0 zu erhöhen (32.). Stadelhofen hatte wenig später in der 35. Minute den nächsten Aussetzer, als Ringwald dem Gegner den Ball in die Füße spielte. Dieses Mal vollendete Arber Paqarizi zum 3:0. Die zögerliche Gegenwehr des SVS war nun vollends gebrochen. Demoralisiert und überfordert ergaben sich die Renchtäler dem Schicksal. Nach Foulspiel von Issiaka Savane hatte Benjamin Göhringer aus 18 Metern Entfernung wenig Mühe, seinen Freistoß zur verdienten 4:0-Führung im Stadelhofener Gehäuse unterzubringen. 

Spannung nach der Pause raus
Da die Spannung und auch der Derbycharakter bei diesem deutlichen Zwischenstand komplett raus waren, verflachte die Partie in den zweiten 45 Minuten zusehends. Volker Springmann vergab in der 47. Minute mit seinem Schuss aus 20 Metern die einzige Stadelhofener Chance. Der Kehler FV steckte ebenfalls zurück und verwertete seine vereinzelten Chancen nicht konsequent genug. SVS-Trainer Daniel Bistricky haderte nach Spielende ebenfalls mit dem passiven Abwehrverhalten seiner Mannschaft, die beiden Verletzungen hätten seinem Team aber heute sehr früh alle Möglichkeiten genommen, um das Spiel offener gestalten zu können. 

SV Stadelhofen – Kehler FV 0:4 (0:4)
Stadelhofen: Lissek – Dörflinger, Felka, Caspar (70. Waltersbacher), Kirn (4. Seeber), Frammelsberger (66. Lamm), Springmann, Savane, Schindler, Ringwald, Kopf (28. Knosp). 
Kehl: Künstle – Göhringer, Sax, Assenmacher, Bouziane (81. Stefan), Laifer, Bounatouf (76. Zdraveski), Raabe (86. Lukic), Paqarizi, Aras, Weingart (64. Hartfiel).
Schiedsrichter: Stefan Ebe (Friedrichshafen) – Zuschauer: 400.
Tore: 0:1 Bounatouf (11.), 0:2 Raabe (32.), 0:3 Paqarizi (35.), 0:4 Göhringer (41.).