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Seit Wochen in bestechender Form: KFV-Keeper Daniel Künstle

Das Spitzenspiel und ein brisantes Derby stehen im Mittelpunkt des kommenden Spieltags in der Fußball-Verbandsliga. Der SV Linx (1. Platz/55 Punkte) empfängt im Hans-Weber-Stadion den Verfolger Freiburger FC (2./52), der ein Spiel weniger ausgetragen hat als die Hanauerländer. Man darf gespannt sein, wie die Gastgeber ihre »mentale Auszeit« im Spiel beim Kehler FV verdaut haben und den FFC auf Distanz halten können. »Auf Augenhöhe« (O-Ton Jürgen Sax) begegnen sich der SV Stadelhofen (10./30) und der Kehler FV (9./32) im Mührigwald-Sportpark. Beide Teams brauchen dringend Zähler im Kampf um den Klassenerhalt.

Die 0:4-Niederlage des SV Stadelhofen beim SC Lahr und der 2:1-Erfolg des Kehler FV gegen den SV Linx bringt zusätzliche Brisanz ins Derby, denn die beiden Clubs sind Tabellennachbarn, wobei der Gast die Renchtäler überholt hat – und beide kämpfen um den Klassenerhalt. »Wir haben kein gutes Spiel gemacht und der Lahrer Sieg geht in Ordnung. Wir bekamen in den ersten 30 Minuten keinen Zugriff, ließen aber auch nicht viel zu. Defensiv standen wir gut, aber nach vorne lief wenig zusammen. Es gab kaum Entlastung«, so die Analyse von Daniel Bistricky. »Allerdings hatten wir nach dem Gegentor durch einen fragwürdigen Elfmeter vor der Pause noch zwei Riesenchancen. Nach dem zweiten Gegentreffer und weiteren verpassten Möglichkeiten war die Partie dann nach dem 0:3 endgültig entschieden.« 

KFV hat viel Qualität
Die Blicke beim SVS sind jetzt auf das Duell mit dem KFV gerichtet. »Kehl hat eine gute Mannschaft. Sie haben noch über ein halbes Dutzend Spieler mit Oberligaerfahrung, da ist viel Qualität im Kader vorhanden«, hat Daniel Bistricky einigen  Respekt: »Sie haben zwei Zähler mehr auf dem Konto, viel Puffer nach hinten haben wir nicht mehr, wir sollten in diesem Heimspiel wieder punkten, auch wenn es noch kein vorentscheidendes Spiel ist, denn es müssen noch zehn Partien gespielt werden.«

Verzichten muss Stadelhofens Coach auf seinen Torjäger Valon Salihu (Gelb-Rot-Sperre). Auch Nico Schwab  (Nasen-OP) muss zwei Wochen pausieren. Allerdings kehren Jonas Frammelsberger und  Moritz Dörflinger wieder in den Kader zurück. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Volker Springmann. 

Auf Augenhöhe
»Wir haben einen Gegner auf Augenhöhe vor der Brust«, schätzt Jürgen Sax die Ausgangslage vor dem Derby im Oberkircher Ortsteil ein. »Der Sieg gegen Linx hat dem Punktekonto und der Moral gut getan«, freut sich der Kehler Sport-Vorstand über den Coup am vergangenen Spieltag. Die Stimmung im Kader und dem Umfeld sei gut, auch weil sich die Mannschaft gut verkauft habe. Sax erwartet am Samstag in Stadelhofen ein Kampfspiel. »Es treffen zwei Teams aufeinander, die ihre Blicke in der Tabelle nach unten richten müssen, denn beide brauchen die Zähler dringend. Wir werden nicht auf ein Remis spielen, wir wollen gewinnen. Aber wir werden den SVS nicht unterschätzen, dazu gibt es keinen Grund«, so Sax. Es sei auch eine Kopfsache. »Wenn wir das Spiel so angehen, wie gegen den SV Linx, dann bin ich zuversichtlich.« 

Die personellen Voraussetzungen beim Kehler FV sind jedenfalls gut. »Es sieht so aus, dass Trainer Heinz Braun der komplette  Kader zur Verfügung steht, also auch Mika Löbsack und Aron Zimmerer, der gegen Linx wegen einer Grippe pausieren musste«, meldet Jürgen Sax »Vollbesetzung«.