Arber Paqarizi, Doppeltorschütze für die Grün-Weißen, läuft dem Freiburger Fabian Sutter davon, der Anfang der ersten Halbzeit unterhalb des rechten Auges eine Platzwunde erlitt, die von KFV-Vereinsarzt Helmut Renner geklebt wurde.

Mit einem Paukenschlag endete das Verbandsligaspiel am Samstag im Rheinstadion zwischen den Oberligaabsteigern Kehler FV und Freiburger FC. Direkt nach der 2:3-Niederlage verkündete KFV-Trainer Alexander Hassenstein seinen sofortigen Rücktritt.

Kehl (uk). Ungewohnt ruhig verbrachte KFV-Trainer Alexander Hassenstein die zweite Halbzeit gegen den Freiburger FC auf seinem Sessel an der Auswechselbank. Nach seinem Dreifachwechsel zur Pause, den er anfangs noch für das gesteigerte Tempo zu Beginn der zweiten 45 Minuten lobte, zog es den sonst sehr impulsiven Trainer kaum noch an die Seitenlinie hin. Anscheinend zu ruhig für einen bereits ausgewechselten KFV-Akteur, der beim 2:3-Anschlusstreffer von Arber Paqarizi gegen die Spielfeldumrandung trat und sich anscheinend mehr motivierende Worte seitens des Trainers für die noch anstehenden Minuten erhofft hatte und dies ihm auch lauthals mitteilte. Mit dem Schlusspfiff rannte Kehls Trainer zuerst in die Kabine, kontaktierte danach Sportvorstand Jürgen Sax, informierte die Mannschaft und verkündete dann ins Mikrofon von Rolf Kah von Hitradio Ohr seinen sofortigen Rücktritt: „Der Gedanke schwelte schon eine Weile in mir. Die Situation ist derart verfahren und als Trainer hat man es schwer, die Mannschaft zu erreichen geschweige denn sie zu motivieren. Wenn man dann noch von individuellen verbalen Fehlgriffen einzelner Spieler beleidigt wird, dann ist spätestens der Zeitpunkt gekommen, an dem man Konsequenzen ziehen muss.“ Allerdings sei es die Summe der Ereignisse gewesen, da teilweise auch nur acht bis zehn Spieler im Training waren. „Es war ein Kampf gegen Windmühlen und ich persönlich sah die Saison nicht frühzeitig abgehakt, aber ganz offensichtlich hat das die Mannschaft schon und dann soll sie die letzten Spiele ohne mich bestreiten“, sagte Alexander Hassenstein recht gefasst. In der Kabine sei es sehr ruhig gewesen, als er seine Entscheidung den Spielern mitgeteilt hatte.

Durch diese Turbulenzen nach Spielende gingen die beiden Treffer von des A-Jugendlichen Arber Paqarizi fast komplett unter. Beim 1:2 (73.) ließ er nach Zuspiel von Aaron Zimmerer FFC-Torwart Tim Kodric mit einem Schlenzer aus acht Metern ins lange Eck keine Chance und sorgte nach Flanke von Stefan Laifer und Vorlage durch David Assenmacher mit einer beherzten Direktabnahme den 2:3-Endstand (88.). Freiburg hatte mehr Spielanteile, konnte über aber weite Strecken den Kehler FV nicht aus dem Defensivverband locken. Ab der 60. Minute stand aber KFV-Torwart Florian Streif immer mehr im Mittelpunkt und verhinderte mit zahlreichen Glanzparaden einen größeren Rückstand. Am Freitag tritt der Kehler FV beim Dritten FC Denzlingen an.

Kehler FV: Streif; Charlety (80. Halsinger), Schaeffler, Bouziane, Aras, Zimmerer, Laifer, Rios (46. Stefan), Sax (46. Aziz), Assenmacher, Rhourdaoui (46. Paqarizi).

Freiburger FC: Kodric; Stein, Sutter (80. Koberitz), Enderle, Reinhardt, M. Senftleber (87. Spoth), Martinelli (82. Radovanovic), K. Senftleber, Faber, Bernauer (69. Moser-Fendel), Eggert.

Zuschauer: 360.

Schiedsrichter: Tobias Küchler (Mühlhausen).

Tore: 0:1 Enderle (23.), 0:2 M. Senftleber (53.), 1:1 Paqarizi (73.), 1:3 Sutter (79.), 2:3 Paqarizi (88.).