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David Assenmacher erzielte den goldenen Teffer

Fußball-Oberliga: FSV Hollenbach - Kehler FV 0:1 (0:1)
KFV gelingt ohne Berger und Benchenane ein Auswärtsdreier / Klassenerhalt noch nicht ganz in trockenen Tüchern

12.05.2014 - Hollenbach (KeZ). Borka Markovic wollte nicht lange drumrumreden. »Wir hatten das nötige Glück«, sagte der Trainer des Fußball-Oberligisten Kehler FV am Samstag. »Da gibt es nichts schönzureden.« Das muss auch nicht sein. Schon gar nicht auf der Seite des Siegers. Mit 1:0 gewannen die Kehler das Spiel beim FSV Hollenbach. »In der zweiten Halbzeit war es Glückssache. Hollenbach war willig und konzentriert. Wir können jetzt beruhigter sein. Vor fünf Jahren hat Hollenbach die Punkte gebraucht und 2:1 gewonnen. Heute haben wir die Punkte gebraucht. Es gleicht sich eben doch manchmal alles aus.«

Jetzt kann Kehl wieder realistisch auf den Klassenerhalt hoffen, hat den Vier-Punkte-Abstand auf die Abstiegsplätze bei noch zwei ausstehenden Spielen konstant gehalten. Für den FSV Hollenbach war es hingegen die erste Heimniederlage im Jahr 2014. »Wir wollten zu Hause ungeschlagen bleiben. Das haben wir nicht geschafft«, sagte FSV-Trainer Ralf Stehle. »Wir sind enttäuscht. Das war aus unserer Sicht eine vermeidbare Niederlage. Ein Unentschieden wäre sicher gerecht gewesen. Wir hatten das nötige Glück heute nicht.«

Eine gefährliche Aktion reichte den Gästen. In der 43. Minute schloss David Assenmacher einen Konter zum 0:1 ab. »Das war in einer Phase, in der ich dachte, dass wir gerade das Spiel im Griff hätten«, sagte Stehle. Kurz zuvor hatte Hollenbach drei Möglichkeiten vergeben. Ein Fallrückzieher-Versuch des Hollenbachers Martin Kleinschrodt (32.) war die erste Aktion, die man Chance nennen kann. Drei Minuten später kam der Ball bei einem Konter über Luca Pfeiffer zu Boris Nzuzi, der aber freistehend an Torhüter KFV-Tobias Kornmaier scheiterte. Wieder nur eine Minute später zielte Julian Schiffmann etwas zu hoch.

In der zweiten Hälfte hatte der FSV die Partie zwar im Griff, spielte aber zu ideenlos. Die tief stehenden Gäste hatten selten Probleme zu verteidigen. »Erst in den letzten zehn Minuten ist es uns gelungen, wieder Druck aufzubauen«, sagte Stehle. Offensivaktionen der Kehler gab es in den gesamten zweiten 45 Minuten keine. Doch sie verteidigten geschickt. Immer wieder wurde die Schüsse der Gastgeber geblockt oder der Ball landete wie kurz vor dem Ende bei einem Schuss von Tobias Scheifler an der Latte. »Meine Spieler haben gekämpft, gegrätscht, sich in die Bälle geworfen«, lobte Markovic. Manchmal reicht eben wenig Spielerisches, um ein Fußballspiel zu gewinnen – wenn der Einsatz stimmt. Gegen die extrem tief stehenden Gäste tat sich Hollenbach extrem schwer. »In der zweiten Halbzeit war es so, dass uns lange Zeit nicht viel eingefallen ist«, gab FSV-Trainer Ralf Stehle zu.

Hollenbach versuchte nach dem Seitenwechsel zwar Druck aufzubauen. Doch die Kehler machten die Räume eng, kämpften, stemmten sich gegen die anrennenden Gastgeber. Allerdings fehlten dem FSV die Ideen, das Tempo und auch ein wenig das Glück. Hollenbach war meist nur nach Standardsituationen gefährlich. So in der 48. Minute als nach einem Freistoß von Christoph Schenk Martin Schmidt verpasste, und Kornmaier den Ball übers Tor lenkte. Oder in der 75. Minute, als ein Kopfball von Michael Kleinschrodt nach einem Freistoß von Tobias Scheifler übers Tor flog. Oder in der 85. Minute, als Tobias Scheifler bei seiner Direktabnahme nur die Latte traf.

Hollenbach: Fritsch – Schmidt, Egner (69. Michael Kleinschrodt), Schmelzle, Schenk, Scheifler, Schiffmann, Martin Kleinschrodt, Hofmann, Nzuzi, Pfeiffer (56. Baumann).
Kehl: Kornmaier – Zimmerer, Sert, Kaiser, Göhringer, Felix Armbruster, Karahmemedovic, Halfmann (90+1 Youssoui Savane), Laifer, Sax (90+2. Ulusoy), David Assenmacher (80. Aras).
Schiedsrichter: Leonhardt (Hockenheim) –Zuschauer: 280.
Tor: 0:1 Assenmacher (43.).